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"Mindestens so gut
bleiben"
Als eine von 19 Modellschulen in Niedersachsen ist die Herman-Nohl-Schule von Anfang an am Projekt Regionale Kompetenzzentren — kurz ProReKo — des Niedersächsischen Kultusministeriums beteiligt. Mit dem Abschluss von Zielvereinbarungen zwischen Ministerium und Schule wurde jetzt die Richtung des weiteren Weges verbindlich festgelegt. "Wir haben in unsere Zielvereinbarung hineingeschrieben, dass wir mindestens so gut bleiben wollen", schickt Schulleiter Jens Harms voraus. Dabei bezieht er sich nicht nur auf die Ergebnisse der Anfang des Jahres erfolgten Schulinspektion und — genauso wichtig — der bereits zum zweiten Mal durchgeführten Schülerbefragung. Ebenso gemeint ist der Umstand, dass die Leistungen der Herman-Nohl-Schule inzwischen auf qualitätgesicherten Säulen ruhen. Schulische Qualität umfasst mehr als nur "guten Unterricht". Wenn Schüler nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen können sollen, müssen insbesondere berufsbildende Schulen mit der dynamischen Entwicklung der Berufs- und Arbeitswelt Schritt halten können. Dafür soll der Schulversuch "Berufsbildende Schulen als regionale Kompetenzzentren" des Kultusministeriums die Voraussetzungen schaffen. Die Herman-Nohl-Schule als Regionales Kompetenzzentrum: Das Richtziel besteht darin, die Schule im steten Austausch mit den betreffenden Einrichtungen und Betrieben in der Region zu einem kundenorientierten Dienstleister der beruflichen Bildung im Bereich Gesundheit und Soziales zu entwickeln. Der Bedarf ist da, wie beispielsweise folgende Trends zeigen: Beiden Entwicklungen kommt die Herman-Nohl-Schule mit entsprechenden Ausbildungsangeboten entgegen. Doch auch im allgemeinbildenden Sektor sind Trends auszumachen: Beispielsweise verzeichnen die Fachgymnasien einen verstärkten Zulauf junger Menschen, so auch das Fachgymnasium Gesundheit und Soziales an der Herman-Nohl-Schule; ebenso sind aber auch mehr Angebote für Jugendliche ohne und nur mit schlechtem Hauptschulabschluss notwendig. Das sind einige der Herausforderungen, denen sich die Herman-Nohl-Schule jetzt gewissermaßen vertraglich stellen wird. "Dabei sind die Zielvereinbarungen ganz klar gefasst: keine allgemeinen Absichtserklärungen, keine vage Programmprosa. Stattdessen steht da klipp und klar: Das und das erreichen wir bis dann und dann!" Und falls die Schule die vereinbarten Ziele nicht erreicht? "Dann", fügt Harms hinzu, "müssen wir das unserem Vertragspartner erklären." Große Sorgen macht er sich da nicht. "Mit dem Instrument
der Zielvereinbarungen zwischen allen Verantwortungsebenen in der Schule
einerseits und zwischen Schule und Schulbehörde andererseits bekommen
wir endlich die Möglichkeit einer gezielten Steuerung der schulischen
Prozesse. Diese Verbindlichkeit gab es so noch nie im niedersächsischen
Schulwesen. So kann man unsere Schulen wirklich voranbringen." |