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Zur Besinnung kommen!
[29.10.2009] Mit der feierlichen Einweihung eines "Raumes der Stille" hat das Leitbild der wiederholt als "wert(e)voll" ausgezeichneten Herman-Nohl-Schule im wahrsten Sinne des Wortes auch eine räumliche Umsetzung erfahren.

 
Dankte im Namen der "Schulgemeinde" für die großzügige Unterstützung: Schulleiter Jens Harms   Brachte eine Jesus-Ikone als Geschenk mit: Superintendent Helmut Aßmann
     
 
Erläuterten das Konzept: Pastoralreferentin Monika Nagel und Religionslehrerin Astrid Lutat   Segnete den "Raum der Stille" ein: Dechant Wolfgang Voges
   
 
Spielten Klezmer-Musik: die Lehrer Bruno Euen (Akkordeon) und Claude Laurion (Sopran-Saxofon)  
   
 
Lächelten für die Kameras: die Förderer, die Planerinnen und der Gastgeber  

Nein, eine Insel der Ruhe sind Schulen nicht gerade, schon gar nicht der inneren Ruhe. Auch wenn das Leben hier von gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist, geht es doch auch an der Herman-Nohl-Schule letztlich um Leistung, die von allen Beteiligten — Schülerinnen und Schülern wie Lehrerinnen und Lehrern — zu erbringen ist.

Wenn schon keine Insel der Ruhe, so gibt es an der Herman-Nohl-Schule jetzt aber doch einen "Raum der Stille". Abseits des Trubels in den weiten Fluren des Gebäudes wurde ein zuvor nicht genutzter Dachboden mit großem architektonischen Geschick zu einem Rückzugsort ausgebaut, der Schülern vor allem ein "Zu-sich-selbst-finden" ermöglichen soll. Damit hat das Leitbild der wiederholt als "wert(e)voll" ausgezeichneten Schule, die für gelebte Toleranz steht, im wahrsten Sinne des Wortes räumliche Gestalt angenommen.

Nach monatelanger Bauphase konnte der Raum jetzt Ende September feierlich eingeweiht werden. Dank der ideellen und finanziellen Unterstützung der evangelischen und der katholischen Kirche, der Klosterkammer, des Bonifatiuswerkes und des Landkreises Hildesheim als Schulträger ist eine lichte Oase entstanden. Im Gegensatz zu allen anderen Räumen der Schule hat der "Raum der Stille" keine weitere Funktion hat als die, Abstand und Ruhe und Besinnung zu bieten.

Über die individuelle Nutzung hinaus sieht das von den Lehrkräften Monika Nagel (katholische Religion) und Astrid Lutat (evangelische Religion) entwickelte Konzept vor:
» Meditations- und Stilleübungen
» Gestaltung des Kirchenjahres, z.B. Erntedank und Advent
» Festtagen verschiedener Religionen Platz geben
» Religionsunterricht in einer spirituellen Umgebung
» interreligiöser Dialog, z.B. in Form einer schulformübergreifenden Arbeitsgemeinschaft
» Themenkreise als festes Ritual im Schulalltag