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"Schillers Kabale"
Die Schülerinnen und Schüler des Fachgymnasiums Klasse 11 und der Fachoberschule Klasse 12 haben am Mittwoch, den 26.08.2009, das Stück "Schillers Kabale" des Weimarer Kulturexpress in der Cafeteria der Herman-Nohl-Schule angeschaut. In Anlehnung an das Werk "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller richtet sich der Autor Patric Tavanti mit dem Stück an Schüler des 7. bis 11. Jahrgangs. Die Neufassung handelt von einem Jungspund namens Christian, der mit dem Publikum wettet, dass er es schafft einen Kuss von der Klassenstreberin Mia zu bekommen. Dafür geht er sogar darauf ein, für den Deutschunterricht mit ihr eine Szene aus dem Stück Kabale und Liebe zu proben. Mia, die nicht viel von ihm hält, außer dass er nur Blödsinn im Kopf hat, macht trotzdem mit, da sie denkt, er hätte gute Absichten, wie zum Beispiel seine 5 in Deutsch rumzureißen. Mia und Christian, gespielt von Anita Stenke und Andreas Meyer, proben Szenen aus Kabale und Liebe, was zu einem Rollenspiel im Rollenspiel führt. Christian hält nichts von dem Stück oder generell vom Lernen und liest das Buch nur, weil Mia ihn zwingt und er die Wette gewinnen will. Sie treffen sich täglich zum Üben und am Ende macht es sogar Christian Spaß. Letztendlich begeistert er sich doch für Schillers Sprache, mit der er sich anfangs gar nicht anfreunden konnte. Nicht nur die Freude am Spielen bringt ihn dazu weiterzumachen, sondern auch die neugewonnenen Gefühle für Mia. Das Schauspieler Duo Andreas Meyer und Anita Stenke glänzte in Punkto Schauspielkünsten, Mimik, Gestik. Wir fanden es sehr gut, dass die Zuschauer durch die Wette am Anfang mit einbezogen wurden, was die Stimmung "lockerer" machte. Schade war jedoch, dass die Bühne zu klein war und nur wenige Requisiten benutzt wurden. Jedoch sollte hier die ganze Aufmerksamkeit nur auf die Darsteller gelenkt werden. Nur die beiden Schauspieler versuchten uns das Schauspiel Kabale und Liebe in fünf Rollen verständlich zu machen, jedoch führte es an manchen Stellen zu leichten Verwirrungen. Besonders amüsant war allerdings die Stelle, als Christian eine weibliche und eine männliche Rolle zur selben Zeit spielte und Mia eine männliche Rolle übernahm. Es gefiel uns, dass das Stück in einer moderneren Art und Weise vorgeführt wurde, die es ermöglichte den Sinn von Kabale und Liebe durch die Interpretationen der Figuren zu verstehen. Wir fanden es außerdem sehr gut, dass die Figuren im Stück zwischendurch das Schauspielern an sich erklärt haben. Die "Schillersche Sprache" wurde verständlich gemacht, weil unbekannte Begriffe, wie beispielsweise "Furien", von den Figuren in der Rahmenhandlung erklärt und auch durch Gestik und Mimik gezeigt wurden. Dadurch bekamen wir einen guten Eindruck von dem Schauspiel. Es ist oft so, dass man älteren Lektüren gegenüber kritisch ist, nur weil man nicht alles sofort versteht. Es würde uns jetzt wahrscheinlich leichter fallen, uns in die Personen hineinzuversetzen, wenn wir es in der Schule lesen würden. Nach der Aufführung sind die Schauspieler noch auf die Schüler eingegangen und haben durch Beantwortung der Fragen und die gezeigte schauspielerische Leistung einen positiven Eindruck hinterlassen. Alles in allem hat uns die Idee gut gefallen eine Theatergruppe in die Schule zu holen, um doch etwas altertümliche Literatur mit anderen Augen zu sehen.
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