Die “HNS” im Überblick

Vom Berufseinstieg zur Berufsausbildung im Bereich Gesundheit, Pflege oder Soziales! Vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur! Mehr oben unter "Bildungswege"!

Fragen und Antworten

Wo kann man…? Wie geht…? Was sind…? Wann erhalte ich…? Hier finden Sie eine nach Themen geordnete Liste mit oft gestellten Fragen und darauf gegebenen Antworten. Konkret auf einzelne Bildungsgänge und Schulformen bezogene Fragen finden Sie auch am Ende der jeweiligen Seiten im Menü "Bildungswege…".

Allgemeine Fragen

Unterrichtszeiten: Wann beginnt an der Herman-Nohl-Schule die erste Stunde?

Die erste Stunde beginnt um 07.55 Uhr. Die weiteren Unterrichtszeiten: 1./2. Stunde: 07.55-09.25 | 3./4. Stunde: 09.45-11.15 | 5./6. Stunde: 11.35-13.05 | 7./8. Stunde: 13.25-14.55 | 9./10. Stunde: 15.10-16.40.

Schulgeld; Ausbildungskosten: Welche Kosten entstehen mir beim Besuch der Herman-Nohl-Schule?

Als öffentliche Schule erhebt die Herman-Nohl-Schule kein Schulgeld; selbst sonst meist schulgeldpflichtige Ausbildungswege (z.B. Altenpflege, Heilerziehungspflege, Ergotherapie etc.) sind kostenfrei. Allerdings können natürlich in überschaubarem Umfang Kosten für Lehrmaterial entstehen.

Anfahrt; Busverbindung: Ich komme mit der Bahn von außerhalb. Gibt es vom Hauptbahnhof Hildesheim eine direkte Busverbindung zur Herman-Nohl-Schule?

Vom Hauptbahnhof kommt man – viele unserer Schüler machen das täglich – recht gut zur Schule, ohne umsteigen zu müssen. Nehmen Sie die Linie 21 bis zur Haltestelle “Kreisberufsschule”; die Fahrtzeit beträgt nur ca. 5 Minuten. Zu Fuß braucht man für die knapp 1,5 Kilometer übrigens etwa 20 Minuten.

Fahrtkosten: Erhalten Schüler der Herman-Nohl-Schule eigentlich kostenlose Fahrausweise für die Nutzung von Bus und Bahn?

Leider nein! Keine Schule in Niedersachsen kann kostenfreie Fahrausweise ausgeben, da die Schülerbeförderung Sache der Landkreise bzw. kreisfreien Städte ist – allerdings auch nur für Schüler der Jahrgänge 1 bis 10. Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten aber einen Schülerausweis, der in der Regel zum Bezug "preisermäßigter" Fahrausweise berechtigt. Kaufen müssen Sie sich diese aber tatsächlich selbst.

BAföG: Kann ich, wenn ich die Herman-Nohl-Schule besuche, BAföG beantragen?

Das hängt von der Schulform ab, die Sie besuchen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Menü "Bildungswege" unter der jeweiligen Schulform.

Bei vielen Bildungsgängen können Sie bei Vorliegen der individuellen Voraussetzungen beim zuständigen Amt eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz beantragen. Hilfreiche Links finden Sie im Menü "Service".

Bildungswege / Schulabschlüsse

Abitur; Fachhochschulreife: Was ist der Unterschied zwischen Fachhochschulreife und Abitur?

Beide Abschlüsse erlauben die Aufnahme eines Studiums. Mit der Fachhochschulreife ist man allerdings insofern eingeschränkt, dass man nur an Fachhochschulen studieren kann, dort aber jedes Fach. Mit dem Abitur (korrekt: allgemeine Hochschulreife) kann man dagegen sowohl an Fachhochschulen als auch an Universitäten studieren. Lesen Sie dazu auch die Überblicksseite "Bildungswege zu Fachhochschulreife und Abitur" (siehe oben im Menü unter "Bildungswege").

"Fachabitur"; Fachhochschulreife; allgemeine Hochschulreife: Man hat mir geraten, an der Herman-Nohl-Schule das Fachabitur zu machen. Für welche Schulform muss ich mich denn da anmelden?

Der Rat ist gut! Allerdings ist er auch nicht ganz präzise, denn ein "Fachabitur" gibt es gar nicht. Umgangssprachlich wird mit diesem Begriff manchmal die Fachhochschulreife bezeichnet, manchmal aber auch eine besondere, nämlich etwas eingeschränkte Form des Abiturs: die fachgebundene Hochschulreife.

Fachhochschulreife: Kann ich nach dem Besuch der Fachoberschule mit der Fachhochschulreife auch ein Lehramt studieren – oder Pharmazie oder Medizin?

Mit Blick auf die Frage nach einem Lehramtsstudium lautet die Antwort: Jein, andererseits vielleicht doch! Insgesamt haben sich die Möglichkeiten für Fachoberschulabsolventen verbessert, mit der Fachhochschulreife ein Lehramt zu studieren. Leider jedoch ist das abhängig vom jeweiligen Jahr und von der jeweiligen Universität. Den aktuellen Stand der Dinge erfährt man am besten bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit oder den Internetseiten der Hochschulen.

Was ein Studium der Pharmazie oder Medizin betrifft: In Pharmazie wird wohl weiterhin die Allgemeine Hochschulreife (=Abitur) Studienvoraussetzung bleiben. Zwar bieten einige Universitäten auch Wege an, ohne Abitur ein Hochschulstudium zu beginnen; doch sind die Hürden hoch. Prinzipiell gilt Ähnliches auch für ein Medizinstudium. Durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Verfahren für den Studiengang Humanmedizin vom 19. Dezember 2017 sollen die Auswahlverfahren zwar bis Ende 2019 angepasst werden. Doch muss die weitere Entwicklung erst abgewartet werden. Hinzu kommt, dass die Nachfrage das Angebot an Studienplätzen fast um ein Vierfaches übersteigt (Stand 2017).

Also doch noch das Abitur machen? Tatsächlich gibt es Wege, nach dem Besuch der Fachoberschule innerhalb von zwei Jahren das Abitur nachzumachen. Eine Möglichkeit an der Herman-Nohl-Schule ist, die Klasse II der Berufsfachschule Sozialassistenz zu besuchen. Als ausgebildete/r Sozialassistentin/Sozialassistent mit Fachhochschulreife erfüllt man die Zugangsvoraussetzungen für die Berufsoberschule Sozialwesen (Klasse 13), an der man nun das Abitur erlangen kann.

Berufsoberschule; zweite Fremdsprache: Ich bin an der Berufsoberschule Gesundheit und Soziales angenommen worden. In den Unterlagen steht, "mit Kenntnis in einer zweiten Fremdsprache (hier: Spanisch) können Sie die allgemeine Hochschulreife erwerben". Nun hatte ich in der Realschule vier Jahre Französisch. Kann ich damit auch die allgemeine Hochschulreife in der BOS erwerben oder zählen nur Kenntnisse in Spanisch?

Mais non, wir haben nichts gegen Französisch! Wenn Sie also belegen können, dass Sie die fremdsprachlichen Voraussetzungen erfüllen, können Sie an der BOS auch die allgemeine Hochschulreife (=Abitur) erlangen. Hier der entsprechende Paragraf der Verordnung über berufsbildende Schulen (BbS-VO) vom 10. Juni 2009 (für Sie relevant sind die Bestimmungen unter Buchstabe a Doppelbuchstabe bb):

§ 31 Erwerb der allgemeinen Hochschulreife
Die allgemeine Hochschulreife erwirbt, wer
1. die Abiturprüfung am Fachgymnasium bestanden hat oder
2. die Berufsoberschule erfolgreich besucht hat und Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache durch
a) die Teilnahme
aa) am Unterricht der Berufsoberschule in einer zweiten Fremdsprache im Umfang von zusammen insgesamt 320 Stunden mit mindestens der Note 'ausreichend' im Abschlusszeugnis oder
bb) am versetzungserheblichen Unterricht in einer zweiten Fremdsprache bis zum Ende des Schulbesuchs im Sekundarbereich I in mindestens vier aufsteigenden Schuljahren nachweist,
b) einen im Rahmen der beruflichen Bildung erworbenen und den Anforderungen nach Buchstabe a Doppelbuchst. bb entsprechenden Leistungsnachweis einer berufsbildenden Schule erbringt oder
c) eine den Anforderungen nach Buchstabe a Doppelbuchst. bb entsprechende Ergänzungsprüfung nach § 5 der Anlage 6 zu § 33 mit mindestens der Note 'ausreichend' bestanden hat.

Berufsoberschule; zweite Fremdsprache: Ich möchte gerne an der Herman-Nohl-Schule die Berufsoberschule besuchen, um das Abitur zu machen. Nun würde ich gerne wissen, ob ich die zweite Fremdsprache dann erst beginnen und trotzdem die allgemeine Hochschulreife erlangen kann?

Wenn Sie bisher noch keine zweite Fremdsprache erlernt haben, gibt es zwei Möglichkeiten:

a) Besuch der 12. Klasse Fachoberschule (FOS) und anschließend der 13. Klasse der Berufsoberschule (BOS), wobei Sie in beiden Schulformen jeweils den Spanischkurs als zweite Fremdsprache belegen und mindestens mit der Note "ausreichend" abschließen.

b) Gleich Besuch der 13. Klasse in der BOS, wobei Sie nicht nur am Spanischkurs teilnehmen und mindestens mit der Note "ausreichend" abschließen, sondern – auf Antrag – auch noch eine ebenfalls mindestens mit "ausreichend" zu bestehende Ergänzungsprüfung absolvieren.

Sollten Sie die letztgenannte Möglichkeit nicht nutzen, würden Sie die BOS mit der fachgebundenen Hochschulreife abschließen, die Ihnen aber immerhin folgende Universitäts-Studiengänge öffnet: Studium der Pädagogik, Sozialpädagogik, Psychologie, Biologie, Biochemie; Studium des Lehramts an berufsbildenden Schulen mit den Schwerpunkten Sozialpädagogik oder Gesundheit/Pflege sowie Studium des Lehramts für Sonderpädagogik.

Fachoberschule; Berufsfachschule Sozialassistenz: Kann man, wenn man die Fachoberschule erfolgreich abgeschlossen hat und nun die BFS Sozialassistenz besuchen möchte, gleich in die Klasse II aufgenommen werden?

Ja, das ist möglich! In die Klasse II der Berufsfachschule Sozialassistenz kann laut Verordnung über berufsbildende Schulen (BbS-VO) aufgenommen werden, wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, also beispielsweise zuvor an der Fachoberschule die Fachhochschulreife erlangt hat.

Übrigens verfügt man nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Berufsfachschule über eine anerkannte Ausbildung, die – wenn man anschließend nicht den Erzieherberuf erlernen möchte – den Besuch der Berufsoberschule Gesundheit und Soziales mit dem Ziel "Abitur" erlaubt.

Bewerbung / Anmeldung

Bewerbung; Anmeldefrist 28./29. Februar: Ich habe leider den Termin verpasst; kann ich Ihnen jetzt noch meine Bewerbung schicken?

Grundsätzlich ja – und zwar je eher, desto besser! Doch wie groß Ihre Chance ist, dass Ihre Bewerbung noch berücksichtigt wird, kann nicht vorhergesagt werden. Das hängt vor allem davon ab, ob andere Bewerber Ihre Anmeldung zurückziehen (was jedoch durchaus nicht selten ist); in den Fällen können andere Bewerber "nachrücken". Leider ist es oft so, dass sich erst in den Tagen nach Schulbeginn herausstellt, wieviel Schulplätze nachbesetzt werden können.

Bewerbung; Bestätigungsschreiben; Schulplatzzusage: Ich habe mich rechtzeitig beworben, die Anmeldefrist ist längst verstrichen, und doch habe ich bisher noch keine Schulplatzzusage von Ihnen erhalten; wann kann ich damit rechnen?

Wir können gut verstehen, wenn man nach einer Bewerbung ungeduldig einer Antwort entgegenfiebert. Versprechen können wir, dass unser Sekretariat sich immer fieberhaft bemüht, die Hunderte von Bewerbungen schnellstmöglich zu beantworten – aber trotz Überstunden ist das nicht von heute auf Morgen möglich.

Wenn Sie noch schulpflichtig sind und die Aufnahmevoraussetzungen für die gewählte Schulform erfüllen, können Sie ziemlich sicher sein, eine Schulplatzzusage zu erhalten

In beruflichen Ausbildungsgängen entscheiden oft Aufnahmeausschüsse über die Zulassung einer Bewerberin bzw. eines Bewerbers. Da die sorgfältige Sichtung der Bewerbungsunterlagen einige Zeit in Anspruch nimmt, sind meist – im Wochenabstand – mehrere Sitzungen dieser Ausschüsse notwendig. Wenn Sie aber beispielsweise noch andere Bewerbungen laufen haben und sich schnell entscheiden müssen, dürfen Sie sich gerne im Sekretariat über den Stand Ihrer Bewerbung informieren.

Bewerbung; Bewerbungsunterlagen: Ich kann die für die Bewerbung erforderlichen Zeugnisse noch nicht zum Anmeldeschluss Ende Februar vorlegen, da ich sie erst zum Ende des laufenden Schuljahres erhalte; kann ich die Zeugnisse nachreichen?

Ja, selbstverständlich! Allerspätestens am ersten Schultag sollten Sie aber die Zeugnisse (beglaubigte Kopien) im Sekretariat abgeben oder Ihrer Klassenleitung aushändigen.

Bewerbung; Nicht-Hildesheimer: Ich wohne zwar nicht in der Stadt oder Landkreis Hildesheim, sondern in einer benachbarten Region, möchte mich aber dennoch an der Herman-Nohl-Schule bewerben. Wird meine Bewerbung dann überhaupt angenommen?

Ja, selbst wenn zwischen den Städten und Landkreisen Rivalitäten bestünden – die Herman-Nohl-Schule akzeptiert vorbehaltlos auch Schüler (sogar Lehrkräfte), die ihren Wohnsitz in "X" oder "Y" oder auch "Z" haben. Allerdings sollte man sich erkundigen, ob die verkehrlichen Bedingungen (Entfernung, Bus- oder Bahnverbindungen) der Bewerbung nicht entgegenstehen. Eine kleine Einschränkung: Wenn die Bewerberzahlen die Zahl der Schulplätze übersteigen, müssen wir als Einrichtung des Landkreises Hildesheim zunächst heimische Schülerinnen und Schüler berücksichtigen.

Bewerbung; Fachoberschule; Praktikum: Ich habe mich für die Fachoberschule Klasse 11 beworben und eine Zusage erhalten. Obwohl bald das Schuljahr beginnt, habe ich aber leider noch nicht alle Praktikumsplätze gefunden. Kriege ich jetzt ein Problem?

Es ist zwar für alle Beteiligten – Schüler wie Klassenleitungen – beruhigend, wenn am ersten Schultag alle Praktikumsplätze nachgewiesen werden können. Doch wenn Sie zumindest für das erste Praktikum (Sozialpädagogisches Praktikum für die Fachoberschule mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik oder eines der zwei Praktika für die Fachoberschule mit dem Schwerpunkt Gesundheit/Pflege) einen Platz gefunden haben, ist der Zug noch nicht abgefahren. Sie sollten sich allerdings möglichst schnell um die fehlenden Praktikumsplätze bemühen.

Berufliches Gymnasium; Versetzung: Ich werde mir auf dem Abschlusszeugnis der 11. Klasse wohl leider eine "5" einhandeln. Kann ich damit trotzdem versetzt werden?

Wenn diese "5" im Zeugnis am Ende der Einführungsphase (11. Klasse) das P1-Fach betrifft, also das jeweilige Profilfach, ist die Versetzung tatsächlich ausgeschlossen. In anderen Fächern muss sie nicht unbedingt ein Beinbruch sein. Doch sollte so eine Note immer zum Anlass genommen werden, das Gespräch mit der entsprechenden Lehrkraft bzw. der Klassenleitung zu suchen, um sich persönlich beraten zu lassen.

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