Die “HNS” im Überblick

Vom Berufseinstieg zur Berufsausbildung im Bereich Gesundheit, Pflege oder Soziales! Vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur! Mehr oben unter "Bildungswege"!

Berufsschule Gesundheit

» Medizinische/r Fachangestellte/r
» Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r

Die dreijährige Berufsschule Gesundheit führt zum Berufsabschluss als Medizinische/r bzw. Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (MFA/ZFA); gleichzeitig wird der Realschulabschluss erworben. Aufgenommen werden kann, wer mindestens den Hauptschulabschluss sowie einen Ausbildungsvertrag mit einer Arzt- bzw. Zahnarztpraxis oder einer anderen geeigneten Ausbildungsstätte nachweisen kann.

     
   

Berufsinformationen
der Bundesagentur für Arbeit:

Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte (MFA/ZFA) — früher Arzt- und Zahnarzthelfer genannt — assistieren der Ärztin bzw. dem Arzt bei der Behandlung von Patienten und bei der Organisation der Praxis. Dieser vielfältige Aufgabenbereich setzt vielfältige Kenntnisse voraus, die in einer dreijährigen dualen Ausbildung (Praxisausbildung und Berufsschule) erworben werden. Später, im Beruf, sind durch Weiterbildung verschiedene Spezialisierungen möglich.

Der Beruf erfordert einerseits Organisationsgeschick und handwerkliche Sorgfalt, andererseits aber auch — was den Umgang mit Patienten betrifft — Überzeugungskraft und Einfühlungsvermögen.

Typische Aufgaben von Medizinischen bzw. Zahnmedizinischen Fachangestellten sind:

  • das Vorbereiten von Behandlungen
  • das Anreichen der Instrumente; Reinigung und Desinfektion von Instrumenten
  • das Erstellen von Röntgenaufnahmen
  • die Betreuung der Patienten vor, während und nach der Behandlung
  • die Durchführung prophylaktische Maßnahmen
  • das Erfassen von Patientendaten, das Führen der Patientenkartei und die Terminvergabe
  • die Abrechnung mit Krankenkassen und Privatpatienten.

Ausbildung

Im 1. Ausbildungsjahr (Grundstufe) findet der Unterricht an zwei Tagen, im 2. und 3. Ausbildungsjahr (Fachstufe 1 und 2) an je einem Tag in der Woche statt.

Die schulische Ausbildung soll die Auszubildenden befähigen, berufliche Handlungen selbstständig zu planen und durchzuführen, sie aber auch zu reflektieren und ggf. zu korrigieren. Darüber hinaus lernen die Schüler, flexibel auf wandelnde Anforderungen in Berufswelt und Gesellschaft zu reagieren.

Der allgemeinbildende Unterricht umfasst folgende Fächer:

  • Deutsch
  • Politik
  • Religion
  • Englisch

Die Inhalte des allgemeinbildenden Unterrichts berücksichtigen die speziellen Anforderungen des jeweiligen Ausbildungsberufs.
Der berufsbezogene Unterricht umfasst 12 (MFA) bzw. 13 Lernfelder (ZFA), in denen schwerpunktmäßig Inhalte der folgenden Tätigkeitsbereiche vermittelt werden:

  • Behandlungsassistenz
  • Praxisverwaltung und -organisation (inkl. Qualitätsmanagement)
  • Leistungsabrechnung.

Aufnahmevoraussetzungen

In die Berufsschule Gesundheit kann aufgenommen werden, wer mindestens den Hauptschulabschluss sowie einen Ausbildungsvertrag mit einer Arzt- bzw. Zahnarztpraxis oder einer anderen medizinischen bzw. zahnmedizinischen Ausbildungsstätte nachweisen kann. Bei Vertragsabschlüssen mit Minderjährigen ist die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters notwendig.

Kosten der Ausbildung

Der Besuch der Berufsschule Gesundheit ist schulgeldfrei. Die Auszubildenden werden für die Teilnahme am Berufsschulunterricht von der jeweiligen Ausbildungsstätte freigestellt. Die Vergütung wird fortgezahlt.

Weitere Bildungsperspektiven an der Herman-Nohl-Schule

Mit erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung wird der Sekundarabschluss I — Realschulabschluss erworben. Damit ist beispielsweise die Aufnahme in die Klasse 12 der Fachoberschule Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Gesundheit-Pflege oder dem Schwerpunkt Sozialpädagogik möglich. Mit Abschluss der Klasse 12 wird dort die allgemeine Fachhochschulreife erworben, die zu einem Fachhochschulstudium jeder Fachrichtung berechtigt.

Erfolgreiche Absolventen der Fachoberschule wiederum können sich anschließend für die Klasse 13 der Berufsoberschule Gesundheit und Soziales bewerben. In der Berufsoberschule kann die fachgebundene und — unter bestimmten Voraussetzungen (zweite Fremdsprache) — die allgemeine Hochschulreife (Abitur) erworben werden, die ein anschließendes Universitätstudium erlaubt.

Anmeldung

Anmeldungen zur Aufnahme in die Berufsschule Gesundheit sind über die Ausbildungspraxen bzw. Ausbildungsstätten möglichst bis spätestens 31. Mai des Kalenderjahres an die BBS Herman-Nohl-Schule zu richten, um eine bessere Planung zu ermöglichen.

Kontakt

Wiebke Niebergall
Telefon: 05121/7680-0
Telefax: 05121/7680-66
E-Mail: Niebergall@Herman-Nohl-Schule.de

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10 Reaktionen auf diesen Artikel

  • Marie sagt:

    Wenn man sich anmelden möchte, braucht man doch ein Anmeldeformular. Wo bekommt man das her?

    • Moderator sagt:

      Für die Berufsschule Gesundheit müssen Sie sich nicht anmelden. Die Anmeldung wird Ihr Ausbildungsbetrieb übernehmen, da Sie dort ja auch angestellt sein werden.

  • Steffi sagt:

    Habe erst jetzt eine Zusage vom Arzt bekommen. Bekomme ich jetzt noch einen Schulplatz?

    • Moderator sagt:

      Ja, natürlich erhalten Sie noch einen Schulplatz, wenn die ausbildende Praxis Sie demnächst anmeldet! Fragen Sie in einigen Tagen aber ruhig noch einmal in der Praxis nach, ob alles läuft.

  • Janet sagt:

    Ich wollte nur mal fragen, welche Arztpraxen genau ausbilden. Ich habe schon viele gefragt, aber meistens kam dann ein “Nein”.

    • Moderator sagt:

      Leider, leider, leider können wir da als staatliche Schule überhaupt nicht helfen! Ich kann nur empfehlen, sich an die Arbeitsagentur zu wenden und die Stellenanzeigen in den Tageszeitungen und Anzeigenblättern zu durchforsten.

  • Susan sagt:

    Ich habe gelesen, man kann auch in einer Arztpraxis die Ausbildung machen. Ist es da vorgeschrieben, bei welcher Arztpraxis man das darf? Oder kann man auch zum Beispiel bei einem Kinderarzt die Ausbildung machen?

    • Moderator sagt:

      Die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten können Sie auch in einer kinderärztlichen Praxis machen. Wenn Sie einen Ausbildungsplatz gefunden haben, wird die Ausbildungsstelle Sie bei uns an der Berufsfachschule Gesundheit anmelden (und zwar bis spätestens 30. April des Kalenderjahres).

  • Anne-Kathrin sagt:

    Ich werde im Sommer meine Ausbildung zur medizinische Fachangestellten anfangen und dann bei Ihnen zur Berufsschule gehen. Ich habe im Internet gelesen, dass man während dieser Ausbildung die Fachhochschulreife erlangen kann, wenn man die mittlere Reife als Abschluss hat. Meine Frage ist, ob bei Ihnen an der Schule diese Möglichkeit besteht?

    • Moderator sagt:

      Leider nein! Tatsächlich scheint es – so ergaben meine Recherchen – derartige Angebote zwar tatsächlich an einigen Berufsschulen zu geben, bisher aber nicht in unserer Region und wohl auch noch nicht in Niedersachsen. Das heißt aber nicht, dass wir bildungswilligen Jugendlichen nicht doch Wege zur Fachhochschulreife eröffnen. Nicht wenige Schülerinnen, die bei uns an der Berufsschule Gesundheit den schulischen Teil ihrer Ausbildung zur MFA/ZMFA absolviert haben, besuchten anschließend die Klasse 12 der Fachoberschule Gesundheit und Soziales, um dort die Fachhochschulreife anzustreben.
      Ich werde Ihre Anfrage aber weiterleiten an verantwortliche Stellen. Vielleicht wäre das ja ein zusätzliches, ausbildungsbegleitendes Bildungsangebot für die Zukunft. In der Praxis würde das allerdings wohl auf abendliche oder samstägliche Unterrichtsstunden hinauslaufen.

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