PFLEGE GESUNDHEIT SOZIALES HAUSWIRTSCHAFT

Berufsfachschule Altenpflege

Die Ausbildung zur Altenpflegerin bzw. zum Altenpfleger an einer Berufsfachschule führt innerhalb von drei Jahren zu einem hochqualifizierten, vielfältige Kompetenzen erfordernden Beruf. Dabei ist die Ausbildung an der Herman-Nohl-Schule eine nach dem Recht der Arbeitsförderung zugelassene Maßnahme zur Beruflichen Weiterbildung (§ 81 SGB III).
Achtung, wichtiger Hinweis: Ab Schuljahr 2020/21 ist eine Aufnahme in die Berufsfachschule Altenpflege Klasse 1 nicht mehr möglich. Der Bildungsgang wird überführt in die generalistische Pflegeausbildung.

Altenpflegerinnen und Altenpfleger unterstützen ältere Menschen bei der Alltagsbewältigung, beraten sie und ihre Angehörigen, ermuntern und ermutigen sie zu sinnvoller Beschäftigung, nehmen nicht zuletzt pflegerisch-medizinische Aufgaben wahr. Sie arbeiten vor allem in geriatrischen und gerontopsychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern, in Pflege- und Rehabilitationskliniken, bei Kurzzeitpflegeeinrichtungen oder bei Tages- und Hauskrankenpflegediensten.

Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten Altenwohn- und Pflege­heime, ambulante soziale Dienste oder auch Seniorenberatungsstellen. Darüber hinaus sind Altenpfleger/innen in Privathaushalten tätig, z.B. bei der Betreuung von Seniorenwohngemeinschaften oder pflegebedürftigen Angehörigen.

Ausbildungsprofil

Professionelle Altenpflege orientiert sich an den Lebensbedürfnissen der Menschen und an ihren individuellen Fähigkeiten im fortgeschrittenen Lebensalter. In der Ausbildung erwerben die zukünftigen Altenpfleger/innen diese Kom­petenzen: Das sind Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die zur selbständigen und eigenverantwortlichen Pflege alter Menschen erforderlich sind.

Die Inhalte der Ausbildung beziehen sich deshalb auf medizinisch-pfle­gerische Tätigkeiten, die Planung und Durchführung von Aktivitäten zur Freizeitgestaltung, die psycho-soziale Betreuung und Pflege sowie die Qualitätssicherung des Pflegeprozesses und seiner Ergebnisse; dabei werden auch die in den verschiedenen Bereichen bestehenden Qualitätsvorschriften (§ 80 SGB XI und § 37 SGB V) berücksichtigt. Darüber hinaus soll die Ausbildung dazu befähigen, mit anderen in der Altenpflege tätigen Personen zusammenzuarbeiten und tätigkeitsbezogene Verwaltungsarbeiten zu erledigen.

Unterricht und praktische Ausbildung

Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre. Sie besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht sowie einer unterrichtsbegleitenden Ausbildung. Der Unterricht erfolgt handlungsorientiert und praxisnah.

Unterrichtet wird neben Deutsch, Englisch, Politik und Religion ein umfassender berufsbezogener Lernbereich in sieben Fächern:

  • Theoretische Grundlagen und Pflegeplanung im altenpflegerischen Handeln
  • Personen- und situationsbezogene Pflege alter Menschen
  • Mitwirken bei medizinischer Diagnostik und Therapie
  • Anleiten, Beraten und Kommunizieren
  • Unterstützung alter Menschen bei der Lebensgestaltung
  • Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen altenpflegerischer Arbeit
  • Altenpflege als Beruf.

Die praktische Ausbildung dauert insgesamt 2.500 Stunden. Davon sind 2.000 Zeitstunden in einer Einrichtung der stationären oder ambulanten Altenpflege abzuleisten, die übrigen Stunden in einem allgemeinen Krankenhaus, einer gerontopsychiatrischen Fachklinik oder einer geriatrischen Rehabilitationsklinik.

Aufnahmevorausetzungen

Einen praktischen Ausbildungsplatz suchen Sie sich bitte selbst. Auf Anfrage unterstützt sie die Schule aber gerne mit notwendigen Informationen und Adressenlisten.

Aufnahme in Klasse 1

Ab Schuljahr 2020/2021 ist eine Aufnahme in die Berufsfachschule Altenpflege Klasse 1 nicht mehr möglich. Der Bildungsgang wird überführt in die generalistische Pflegeausbildung.

Aufgenommen werden kann, wer folgende Bildungsgänge erfolgreich abgeschlossen hat:

  • die Berufsfachschule Pflegeassistenz oder
  • die Berufsfachschule Sozialassistentin/Sozialassistent Schwerpunkt Persönliche Assistenz
Aufnahme in Klasse 3

Aufgenommen werden kann, wer über folgende Abschlüsse verfügt:

  • die Fachschule Heilerziehungspflege oder
  • eine Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung oder
  • eine Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeausbildung
Kosten der Ausbildung

Als öffentliche Einrichtung erhebt die Herman-Nohl-Schule kein Schulgeld.

Die Ausbildungsmaßnahme ist vom Arbeitsamt gemäß den Bestimmungen des Arbeitsförderungsgesetzes (AFG) anerkannt. Wegen der Klärung einer Umschulungsgenehmigung sollte man sich spätestens drei Monate vor Ausbildungsbeginn mit der zuständigen Arbeitsagentur in Verbindung setzen.

Ggf. besteht auch eine Unterhaltsförderungsmöglichkeit nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG).

Anmeldung

Bewerbungen zur Aufnahme in die Fachschule Sozialpädagogik sind fortlaufend bis zum 28./29. Februar des jeweiligen Kalenderjahres an die Herman-Schule zu richten. Später eingehende Bewerbungen können nur im Rahmen noch freier Schulplätze berücksichtigt werden.

Fügen Sie Ihrem Bewerbungsschreiben bitte folgende Unterlagen bei:

  • Anmeldeformular (auf Serviceseite als PDF-Datei herunterladen)
  • tabellarischer Lebenslauf
  • 1 Lichtbild
  • beglaubigte Kopien Ihrer Zeugnisse
  • ggf. beglaubigte Kopien Ihrer Berufsausbildungs- und Arbeitsnachweise
Weiterführende Links

Berufsinformationen der Bundesagentur für Arbeit:

Beratung

Anja Schabram
Telefon: 05121/7680-30
Telefax: 05121/7680-66
E-Mail: Schabram@Herman-Nohl-Schule.de