PFLEGE GESUNDHEIT SOZIALES HAUSWIRTSCHAFT

Reise-Bericht aus Roskilde (2026)

Auch dieses Jahr fährt eine Gruppe aus Schülerinnen und Schülern zusammen mit Herrn Müller und Frau Uhrlandt nach Roskilde (Dänemark), um für zwei Wochen am Health-Care-Workshop über Erasmus+ teilzunehmen. Wie in den letzten Jahren erzählen sie hier von ihren Erfahrungen und Erlebnissen.

Die erste Woche beginnt…

Inhalte unseres internationalen Austauschs in Dänemark

Im Rahmen des internationalen Austauschs mit unseren dänischen Partnern beschäftigen wir uns mit verschiedenen Aspekten des Gesundheits- und Sozialwesens in Dänemark. Dabei stehen der fachliche Vergleich mit Deutschland, gemeinsame Praxiserfahrungen und interkulturelles Lernen im Mittelpunkt.

Montag, 27.04.: Ankommen und Kennenlernen

Zu Beginn trafen wir uns in Roskilde und starteten mit einem gemeinsamen Frühstück. In entspannter Atmosphäre kamen die Teilnehmenden aus Dänemark, Litauen, Italien, Finnland und Deutschland miteinander ins Gespräch. Beim anschließenden Transfer nach Køge lernten wir die Schule und das Umfeld kennen. Besonders im Mittelpunkt stand das gegenseitige Kennenlernen: Wir tauschten erste Eindrücke aus, entdeckten Gemeinsamkeiten und Unterschiede und legten damit eine wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit in den folgenden Tagen. Am Nachmittag wurde das Programm vorgestellt, Gruppen wurden gebildet und organisatorische Fragen geklärt.

Dienstag, 28.04.: Austausch über Gesundheitssysteme

Am zweiten Tag arbeiteten wir in Køge zu verschiedenen Gesundheitssystemen. Wir beschäftigten uns mit Wohlfahrtstechnologien und erhielten Einblicke in unterschiedliche Ansätze aus den beteiligten Ländern. In Gesprächen und Gruppenarbeiten wurde deutlich, wie verschieden Gesundheitssysteme organisiert sind und welche gemeinsamen Herausforderungen bestehen. Durch die unterschiedlichen Perspektiven entstanden neue Ideen und ein vertieftes Verständnis füreinander.

Mittwoch, 29.04.: Gesundheitssystem und Wohlfahrtstechnologien

Gemeinsam mit der dänischen Gastgeberklasse tauschten wir uns über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Gesundheitssysteme aus. In Gruppenarbeiten entwickelten wir Vorstellungen eines „idealen Gesundheitssystems“. Außerdem lernten wir dänische Wohlfahrtstechnologien kennen und diskutierten deren Einsatzmöglichkeiten in Pflege und Betreuung.

Donnerstag, 30.04.: Historischer Blick auf Inklusion und Versorgung

Wir besuchten Andersvænge, eine frühere große Einrichtung für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen. Dort setzten wir uns mit der historischen Entwicklung von Ausgrenzung, Betreuung und dem gesellschaftlichen Umgang mit Menschen mit Behinderungen in Dänemark auseinander.

Freitag, 01.05.: Medizin, Gesundheit und Kultur

Beim Besuch des Medical Museion in Kopenhagen erhielten wir Einblicke in die Entwicklung von Medizin und Gesundheitsversorgung in Dänemark. Gesundheit wurde dabei aus den Perspektiven Geschichte, Wissenschaft, Kultur und Kunst betrachtet. Am Nachmittag ergänzte eine kulturelle Stadtführung das Programm.

Wochenende: Freizeit und gemeinsames Erleben

Am Wochenende nutzten wir die Zeit für gemeinsame Aktivitäten. Wir unternahmen Spaziergänge, erkundeten die Umgebung und machten kleinere Ausflüge. Besonders die gemeinsamen Abende mit Spielen und Gesprächen trugen dazu bei, dass wir uns besser kennenlernten und als Gruppe weiter zusammenwuchsen. Dabei entstanden viele persönliche Gespräche über Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Alltag und in den jeweiligen Ländern. Diese Zeit war wichtig, um die Erlebnisse der Woche zu verarbeiten und neue Kontakte zu vertiefen.

Erasmus + Workshop in Roskilde Anreise und Ankunft (26.04.26)

Am Sonntag startete die Reise zum international Healthcare Workshop in Roskilde.

Wir freuen uns sehr, dass die Heilerziehungspflegeklasse 2 der am Healthcare Workshop unserer Partnerschule in teilnimmt.

Gemeinsam mit Schüler:innen und Lehrkräften aus verschiedenen europäischen Ländern (Finnland, Italien, Litauen und Deutschland( arbeiten wir in den kommenden zwei Wochen zu Themen wie Pflege, Gesundheit, Demenz, Digitalisierung, KI und modernen Gesundheitssystemen. Dabei stehen fachlicher Austausch, gemeinsames Lernen und internationale Begegnungen im Mittelpunkt.

Wir freuen uns auf spannende Tage, neue Erfahrungen und viele interessante Begegnungen.

Highlights der 2. Woche

Montag, 04.05.: Demenzpflege, Technik und fachlicher Austausch

Am Montag besuchten wir ein Pflegeheim für Menschen mit Demenz in Dänemark. Dort erhielten wir einen sehr eindrucksvollen Einblick in die Gestaltung der Einrichtung sowie in den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner. Besonders auffällig war die wohnliche und offene Atmosphäre. Außerdem lernten wir verschiedene technische und smarte Unterstützungssysteme kennen, die in der Betreuung eingesetzt wurden, beispielsweise Sensoren, Rufsysteme oder andere digitale Hilfsmittel zur Unterstützung von Sicherheit und Selbstständigkeit.

Am Nachmittag fanden Expertenrunden und gemeinsame Austauschphasen statt. Dabei diskutierten wir über den Stand der Demenzbetreuung in Dänemark sowie in den anderen teilnehmenden Ländern. Themen waren unter anderem unterschiedliche Pflegekonzepte, der Einsatz von Technik, ethische Fragestellungen sowie Möglichkeiten, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz zu verbessern. Die Gespräche waren besonders spannend, weil die Teilnehmenden ihre Erfahrungen und Perspektiven aus Dänemark, Litauen, Italien, Finnland und Deutschland einbringen konnten.

Dienstag, 05.05.: Künstliche Intelligenz und digitale Technologien in der Pflege

Am Dienstag beschäftigten wir uns mit verschiedenen digitalen Technologien im Gesundheits- und Pflegebereich. Dabei lernten wir unterschiedliche KI-Systeme kennen und diskutierten, wie diese sinnvoll und verantwortungsvoll in der Pflege eingesetzt werden können. Außerdem beschäftigten wir uns mit DigiRehab sowie Virtual-Reality-Anwendungen im Unterricht und in der Ausbildung. Besonders interessant war der Austausch darüber, welche Chancen, aber auch welche Herausforderungen digitale Technologien für die Pflegepraxis mit sich bringen.

Mittwoch, 06.05.: Simulationstraining und Vorbereitung der Präsentationen

Am Mittwoch stand praxisnahes Lernen im Mittelpunkt. In Simulationen mit Rollenspielpatientinnen und -patienten arbeiteten wir zum Thema Demenz und konnten verschiedene Situationen aus dem Pflegealltag praktisch erproben. Dabei ging es unter anderem um Kommunikation, Beobachtung und den Umgang mit herausfordernden Situationen.

Zusätzlich bereiteten die Gruppen ihre Präsentationen und Arbeitsergebnisse für den folgenden Tag vor. Dabei wurden die Erfahrungen und Erkenntnisse der Woche gemeinsam ausgewertet und strukturiert.

Donnerstag, 07.05.: Gruppenarbeit und Präsentationen

Am Donnerstag finalisierten die Gruppen ihre Arbeitsergebnisse und Präsentationen zu den Themen und Erfahrungen der gesamten Woche. Dabei beschäftigten sie sich unter anderem mit der Zukunft der Pflege, dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Wohlfahrtstechnologien sowie mit ethischen Fragen rund um menschliche und technische Unterstützung in der Pflege.

Anschließend präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse im Rahmen von Workshops. Die Präsentationen wurden auch der Schulöffentlichkeit des ZBC vorgestellt und boten Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch über Pflege, Gesundheitssysteme, Demenzversorgung und moderne Technologien.

Zum Abschluss des Tages fand eine gemeinsame Evaluation statt, bei der die Teilnehmenden ihre Eindrücke und Erfahrungen reflektierten. Danach wurden die Zertifikate überreicht und die gemeinsame Zeit in einem feierlichen Rahmen beendet.

Freitag, 08.05.: Evaluation, Stadtspaziergang und Verabschiedung

Am letzten Tag fand eine gemeinsames Frühstück  statt. Außerdem nutzten wir die Zeit für einen gemeinsamen Stadtspaziergang und verabschiedeten uns anschließend voneinander und  traten die Rückreise nach Hildesheim an.

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